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  • Podcast-Tipp: Nate Hagens & Francis Weller „the lost art of grieving“

    In seinem podcast „the great simplification“ interviewt Nate Hagen den Psychotherapeuten Francis Weller zur „Kunst des Trauerns“: 1,5 kurzweilige Stunden, auf englisch, verfügbar auf YouTube, spotify oder klassisch als mp3 zum Herunterladen, auf dessen website: https://www.thegreatsimplification.com/episode/167-francis-weller?rq=167

    Schön, mal zwei Männer übers Trauern reden zu hören Sowohl über ihre individuellen Verluste, als auch gesellschaftliche Betrachtungen und kulturelle Reflexionen.

    Für Hörgeschädigte auch als PDF-Transkript verfügbar.

    Mit highlights wie:

    „Because we don’t have living culture, we don’t have the matrix within
    which the experiences of being human are being held adequately, whether that’s
    grief or gratitude, whether it’s initiation or elderhood, none of these things are
    actually held communally. By and large, I’m not saying that’s completely gone, but
    by and large, those elements have not been addressed.


    [00:11:57] And so we feel this great emptiness inside of us. And what’s worst about
    this state is that we fill this emptiness with colonialism, with economic advancement,
    with racism, with consumption. Why are we, particularly in this country, the most
    consumptive culture on the planet? And it’s partly because we are the most empty
    psychologically and emotionally.“

  • Was wurde aus der Akademie…

    …für angewandtes gutes Leben?

    Meine Erfahrungen mit der „Akademiegemeinschaft“ habe ich 2025 in diesem knapp 60-seitigen PDF (knapp 40 MB mit Bildern und Anhang, Downloadlink) festgehalten.

    Über Kommentare & Rückmeldung per email freue ich mich.

    Viel Freude beim Lesen!

  • Hörtipp: Die Autobahn-Universität

    Kürzlich machte mich eine Kollegin auf ein interessantes Vortragsformat aufmerksam, welches auf Spotify auf Euch wartet: Der immerwieder lesenwerte Carl Auer Verlag veröffentlich unter dem schönen Titel „Carl Auer autobahnuniversität“ Aufzeichnungen von Vorträgen aus einem breiten Themenspektrum. Von Therapie, über Beratung hin zu spirituellen Themen. Von den vier Vorträgen, die ich bislang gehört habe, finde ich folgenden am amüsantesten:

    Obwohl er schon rund 30 Jahre alt ist, scheint mir der Inhalt noch immer aktuell. Daher eine weitere Hörempfehlung.

  • Podcast-Tipp: Telephobia

    Die schönste Podcastentdeckung meines vergangenen Jahres ist Telephobia: Die zauberhafte Lea Utz hilft in liebevoll produzierten 30min Episoden Menschen dabei, ein Gespräch zu führen, dass sie schon viel zu lange vor sich herschieben.

    Das Ganze macht sie auf eine feine, einfühlsamen Art, die mir wirklich nahegeht.

    Für mich ist es berührend mitzubekommen, wie ähnlich menschlich wir uns sind und wie unterstützend es sein kann, wenn „einfach“ jemand da ist, der einen schweren Schritt mit mir geht. Denn manchmal braucht es gar keinen Therapeuten, sondern einfach einen lieben Menschen, der mir dabei hilft, mutig zu sein.

    Direktlink: https://www.ardaudiothek.de/episode/telephobia-dieser-eine-anruf/brigitte-und-der-flipperautomat/br/13474195

  • Videotipp: Insel-Festland-Gespräche

    In diesem 30min Video (kostenlos, Link zu vimeo) erklärt die großartige Mechtild Reinhardt anhand eines bildhaften Beispiels, wie sie mit einem schwer zu erreichenden Jugendlichen in Kontakt kommt und Meta-Kommunikation übt.

    Sie ist übrigens auch die Lehrerin, welche mir die Unterscheidung zwischen Mustern des Gelingens und -Misslingens beigebracht hat.

  • Kleine Psychoedukation: Traumareaktionen

    ein 8min Video, das meines Erachtens alle Therapeut:innen kennen sollten, um es bei Bedarf weiterempfehlen zu können:

    Trauma und das autonome Nervensystem
  • Bücher zu Gestalttherapie

    Manchmal werde ich gefragt welche Fachbücher ich zum Kennenlernen von Gestalttherapie und -haltung empfehlen kann.

    Neben den Grundlagenwerken von Fritz und Lore Perls mag ich insbesondere die Bibliographien von Jorge Bucay – mit seinen wundervollen Geschichtssammlungen -, Irvin Yalom, Rachel Naomi Remen und Claudio Naranjo empfehlen. Gerade letzterer hat mit seinem verlinkten Buch ein sehr gut verständliches Einstiegswerk veröffentlicht.

    Interessierte die es genauer wissen wollen, kommen natürlich an den Polsters, Paul Goodman, Werner Bock und Frank Staemmler nicht vorbei – auf 12 Seiten (PDF) legt Staemmler anschaulich dar, was es in der Gestalttherapie zu lernen gibt.

  • Gabor Mate

    In den letzten Monaten bin ich großer Fan von Gabor Mates Werken geworden.

    Wer eine Stunde Zeit hat, findet hier eine Stunde Video zu seiner Antwort auf die Frage, was die Wurzel der meisten Traumata sei.

    Wer weniger Zeit hat bekommt in 5min in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=GlL8gmhtXc8 einen guten ersten Eindruck.

  • Bücher, privat

    Sag mir welche Bücher in deinem Regal stehen und ich sage dir, was für ein Mensch Du bist?

    In meiner Freizeit lese ich mit größtem Vergnügen Werke von Juli Zeh, Karsten Dusse, Jorge Bucay, Irvin Yalom, Jon Kabat-Zinn, Jack Kornfield, Jostein Gaarder, Randall Munroe und vielen weiteren.

  • MdM6: Lieber Nichts als Nein sagen

    Ein sehr weitverbreitetes Muster des Misslingens: Sich mit seiner Ablehnung, ja vielleicht sogar mit berechtigter Kritik, zurückhalten. Weil es anstrengend werden könnte, sich der daraus resultierenden Auseinandersetzung zu stellen. Oder überhaupt einfach sichtbar zu werden.

    Beispiel:
    A schlägt in einer kleinen Gruppe vor, sich mal ein gern totgeschwiegenes Thema (z.B. eine unbewusste Dynamik) genauer anzuschauen. Statt einem klaren „Ja“ oder „Nein“ folgt nachdenkliches Schweigen, bis hoffentlich von irgendwo ein anderer Impuls herkommt, zu dem mehr positive Energie im Raum entsteht.

    Dabei wäre es so ein hilfreiches Feedback für A zu hören, ob die anderen dafür keine Kapazität haben, es einfach gähnend langweilig finden oder noch voller Erfurcht und Bewunderung staunen, dass sie sich traut so mutig und direkt über ein Tabuthema reden zu wollen.

    Dazu passend: Ein Vortrag von Miki Kashtan, in dem sie erklärt, weshalb es gerade in Entwicklungsgemeinschaften sinnvoll ist, unsere Neins zu ehren und wie kraftvoll und unterstützend es sein kann, uns nicht nur unsere eigenen Neins zuzugestehen, sondern diese auch einander zuzumuten und dann auch andere in ihren Neins zu stützen. Gleichsam ein Akt, auf Grenzen des Organismus hinzuweisen. [Leider finde ich den talk auf die schnelle nicht mehr online.]